hier
ist der erste Communico-Letter,
der Ihnen wertvolle Informationen aus dem Bereich Sprache und Kommunikation
liefert.
Übersicht:
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In dieser Mail erwartet sie
1. Einfach sprechen!
2. Der Gastbeitrag: Reinhold Vogt über MemoCharts
3. Die aktuelle rhetorische Figur: Epipher bei Bundeskanzler Schröder
4. Der längere Beitrag: Die Adjektiv-Kiste
5. Bücher & Verweise
6. Veranstaltungen
7. Gewinner der Verlosung
Impressum
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1. Einfach sprechen!
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Oft stellt sich die Frage, wie denn mit der Sprache umzugehen sei. Sollte
man in einer Rede Fachbegriffe verwenden oder es besser sein lassen? Dazu
gibt es keine endgültige Regel. Die Sprache einer Rede sollte der Zielgruppe
angepasst sein. Wenn Sie vor Bankdirektoren von Margen und Rendite sprechen,
ist das sicherlich voll in Ordnung. Benutzen Sie die gleichen Worte vor
einer Schulklasse, ist Vorsicht geboten. Grundsätzlich gilt: Je einfacher,
desto wirkungsvoller.
Fachbegriffe drücken oftmals aber etwas aus, für das es nicht unbedingt
eine klare deutsche Entsprechung gibt. An diesen Stellen müssen Sie nicht
auf die Nennung verzichten, sollten aber – wenn Sie sicher sein
möchten, dass Sie jeder versteht – eine deutsche Umschreibung ergänzen.
Ganz sicher sollten Sie aber auf eine Fachsprache verzichten, die nur
ein bloßes Wortkunstwerk ist. Karl Popper hat sich einmal die Arbeit gemacht,
einige Philosophenkollegen zu „übersetzen“. In seinem Aufsatz
„Gegen die großen Worte“ (abgedruckt in: Karl R. Popper, Auf
der Suche nach einer besseren Welt) finden wir zum Beispiel:
Text von Theodor Adorno:
„Die gesellschaftliche Totalität führt kein Eigenleben oberhalb
des von ihr Zusammengefassten, aus dem sie selbst besteht.“
Poppers Übersetzung:
„Die Gesellschaft besteht aus den gesellschaftlichen Beziehungen.“
Text von Jürgen Habermas:
„Sie erweisen sich für einen speziellen Gegenstandsbereich dann
als brauchbar, wenn sich Ihnen die reale Mannigfaltigkeit fügt.“
Poppers Übersetzung:
„Sie sind auf ein spezielles Gebiet dann anwendbar, wenn sie anwendbar
sind. “
Damit eine Sprache einfach und bildhaft werden kann, gibt es eine wichtige
Sache zu beachten: Wir sollten Verben statt Substantive benutzen. In der
Grundschule heißen die Verben Tu-Worte, was deutlich zum Ausdruck bringt,
dass hier tatsächlich etwas getan wird! Wenn die Rede im Zuhörer tatsächlich
wirken soll, müssen wir unseren Hang zu Substantiven überwinden.
Ein schönes Beispiel finden wir in Ludwig Reiners Stilfibel. Im Kapitel
„Wider die Hauptwörterei“ demonstriert er das an sehr schönen
Beispielen. Was wäre wohl gewesen, hätte Cäsar statt „Ich kam, sah,
siegte“ wohl „Nach erfolgter Ankunft und Besichtigung der
Verhältnisse war mir die Erringung des Sieges möglich“ gesagt? Vermutlich
wäre sein Ausspruch heute niemandem mehr in Erinnerung. Reiners empfiehlt
den verbalen Stil anstatt des nominalen Stils. Verben wirken viel stärker
als Hauptworte. Sie transportieren viel eher eine Emotion oder konkrete
Bilder.
Analysieren Sie Ihre Rede und schauen Sie nach, ob Sie nicht an der ein
oder anderen Stelle zu viele Substantive benutzen. Das kostet Sie schon
einige Mühe, aber der Lohn ist die Verständlichkeit Ihrer Worte.
2. Der Gastbeitrag:
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(von Reinhold Vogt)
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MemoCharts - vernetzendes Denken fördern, Lern-Erfolge vergrößern
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Es gibt viele praktische Lösungen, um Wissensinhalte alternativ zur
Schriftform in grafischer Weise darzustellen. Eine ~grafische~
Darstellungsform hat den Vorteil, dass ihr Inhalt deutlich schneller
erfassbar und leichter erinnerbar ist, als wenn man ihn nur mit Worten
beschreiben würde.
- Wenn es um die Aufbaubeschreibung einer Organisation geht, zum
Beispiel eines Unternehmens, ist ein 'Organigramm' gut geeignet.
- Wenn der Ablauf einer Aktion, zum Beispiel eines Arbeitsablaufes
oder eines Denkprozesses dargestellt werden soll, ist das
'Fluss-Diagramm' ('FlowChart') eine gute Lösung.
- Eine MindMap® ist hilfreich, um geschäftliche Notizen sowie Konzepte
strukturiert festzuhalten und Ideenfindungs-Prozesse zu unterstützen
oder um kurz vor Prüfungen alle wichtigen Inhalte eines Fachgebietes
in komprimierter Form zu wiederholen.
> MemoCharts sind eine ~neue~ grafische Darstellungs-Form, um das
'vernetzende Denken' zu fördern und wirkungsvoller in Zusammenhängen
zu lernen.
Wer zum Beispiel über das Vorwissen "Grundsteinlegung für den Kölner
Dom = 1248" verfügt, der kann sich die für ihn neue Information
'Gründung des Zisterzienserinnenklosters in Heiligkreuztal = 1227'
leichter einprägen, obwohl das eine mit dem anderen überhaupt nichts
zu tun hat. Beides hat aber die erinnerungs-unterstützende
Gemeinsamkeit: 13. Jahrhundert! Der Gedanke '13. Jahrhundert' ist der
passende gedankliche 'Knotenpunkt' im neuronalen Netz!
Je mehr Informationen wir bereits im Kopf haben (Vorwissen), desto
leichter können wir weitere Informationen aufnehmen und erinnern,
desto eher können wir solche Informationen auch für unser Denken
nutzen, desto mehr Qualität bekommen unsere Überlegungen und unser
Handeln. - MemoCharts inspirieren dazu, bereits vorhandene Bezüge zu
entdecken bzw. sie gezielt zu suchen.
Menschen sind nicht nur in ihrer Gesamt-Persönlichkeit unterschiedlich
- sie lernen auch unterschiedlich. Die innovative MemoChart-Idee ist
eine ergänzende Methode, um Lern-/Einprägungs-Prozesse zu optimieren;
sie macht keine anderen Lern-/Einprägungs-Methoden überflüssig.
Um das System der MemoCharts rasch zu verstehen, ist ein Blick auf die
entsprechende ~grafische~ Darstellung natürlich besonders hilfreich:
http://www.memochart.de
3. Die aktuelle rhetorische Figur: Epipher bei Bundeskanzler Schröder
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In seiner Rede auf dem Innovationskongress "Deutschland. Das von morgen"
am
26. Januar stellt Bundeskanzler Schröder fest:
"Es geht [...] um die Frage, was denn 'Modernisierung' in unserer
Gesellschaft heißt [...].
Dies ist eine Debatte, die nicht erst seit ein paar Wochen geführt wird,
sondern die permanent geführt wird und auch geführt werden muss."
Indem Gerhard Schröder hier ein Wort am Ende aufeinanderfolgender Sätze
wiederholt, wirkt das Gesagte eindringlicher. Dies unterstreicht den Inhalt.
Die Epipher als besondere Form der Wiederholung kann beim Zuhörer eine
Stimmung der Nachdenklichkeit erzeugen.
4. Der längere Beitrag: Neue Ideen mit der Adjektiv-Kiste
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Manche Probleme sind so hartnäckig, dass sie durch eine einfache Analyse
nicht zu lösen sind. Dann kann es hilfreich sein, unser Denken durch
Kreativitätstechniken auf neue Wege zu bringen.
Wer von Kreativitätstechniken wie der 'Adjektiv-Kiste' zum ersten Mal
hört,
der mag sie vielleicht als alberne Spielerei ansehen, denn zunächst wirkt
sie ungewohnt.
Aber die 'Adjektiv-Kiste' ist so einfach anzuwenden und das Schöne ist:
es
gibt garantiert neue Ideen!
Warum also nicht auf Ideensuche gehen?
Lesen Sie den ganzen Artikel unter:
http://www.communico-online.de/newsletter/download/Adjektiv-Kiste.pdf
5. Bücher & Verweise
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Wer lebendig spricht, benutzt ganz automatisch eine anschauliche
Sprechweise, um Bilder im Kopf des Zuhörers zu erzeugen. Metaphern und
Analogien bereichern die Rede und wecken Assoziationen. Aber wie
funktionieren Sie? Was müssen Sie beachten, um nicht "Schiffbruch zu
erleiden"?
Peter Ditko, Gründer der Rednerschule in Berlin und Bonn, hat zusammen
mit
Norbert Engelen ein Buch geschrieben, in dem sie diese Fragen anschaulich
und verständlich erklären.
"In Bildern reden" ist ein kompaktes Buch, das erläutert, wie wir den
sprachlichen Bilderschatz sinnvoll nutzen und ihn kreativ erweitern können.
Angenehm ist dabei, dass neben dem theoretischen Hintergrund durch Übungen
immer der Praxisbezug gesucht wird.
Wenn Sie das Buch bei Amazon bestellen wollen klicken sie einfach hier:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3548700780/communico-21
Besonders interessant ist die der Service von ShortBooks:
ShortBooks sind Zusammenfassungen der besten und interessantesten Sachbücher
und Romane im Hörbuchformat und auch zum Lesen: Alle Hauptinhalte und
Kerngedanken sind auf 5-8 Seiten komprimiert.
In jedem Monat kommen 16 neue Bücher hinzu und im Archiv befinden sich
schon jetzt über 300 Shortbooks.
Das Kennenlern-Angebot kostet derzeit 1€ für 30 Tage, bei vollem
Zugriff auf alle Bücher!
Wenn Sie zu Shortbooks gelangen wollen, klicken Sie einfach hier:
http://www.shortbooks.de/index.cfm?pp_id=355996
6. Veranstaltungen
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Aktuelle COMMUNICO-Seminare in den nächsten Wochen:
Wir bieten folgende Schnupperkurse an, in denen Sie unsere Arbeit kennen
lernen können:
Sa, 17.04. 9-17 Uhr "Kreativität steigern" (Ort:Montabaur)
Sa, 08.05. 9.17 Uhr "Grundlagen der Kommunikation" (Ort: Montabaur).
Mi, 14. April & Mi, 21. April 2004
jeweils 18.30 bis 20.30
"Computerschreiben in 4 Stunden" (Ort: Montabaur)
Und in diesem Jahr gibt es nur noch zwei Termine für das "Rhetorik Intensiv-Training":
16.-18. September (Hamburg, Maritim-Hotel)
Informationen hierzu: http://www.communico-online.de/assets/downloads/Rhetorik_Hamburg.pdf
25.-27. November (Frankfurt, Maritim-Hotel)
Informationen hierzu: http://www.communico-online.de/assets/downloads/Rhetorik_FFM.pdf
7. Gewinner der Verlosung
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Unter den ersten Abonnenten wurden drei Bücher verlost:
Das Buch "Gekonnt kontern", handsigniert vom Autor Stéphane Ettrilliard
hat gewonnen:
Moritz Vagedes
Das Buch "Spitzengespräche", handsigniert vom Autor Stéphane Etrilliard
hat gewonnen:
Oliver Bruttel
Das Buch "Natürliche Rhetorik" von Harry Holzheu geht an:
Grischa Ruedel
Herzlichen Glückwunsch!
Den Gewinnern geht Ihr Buch in den nächsten Tagen per Post zu.
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